Das Osnabrücker Symphonieorchester in Wolgograd
Gedenkkonzerte zum 70. Jahrestag des Endes der Schlacht um Stalingrad
Im Februar 1943 scheiterte nach monatelangen Einnahmeversuchen und schwersten Kämpfen Hitlers Russlandfeldzug an der Stadt Stalingrad. Diese Stadt wurde durch die enorme Anzahl von insgesamt über 700 000 Toten auf beiden Seiten zum Synonym für die Unsäglichkeit, das Leid und die Grausamkeit von Kriegen. Noch heute ist diese Zeit in Wolgograd, wie die Stadt seit 1961 heißt, präsent. Jedes Jahr werden bis zu 7000 Leichen geborgen, Russen und Deutsche, Soldaten und Zivilisten. Die Stadt lebt mit dieser Erinnerung – und mit dem Willen zur Versöhnung. Im Februar 2013 reist das Osnabrücker Symphonieorchester als erstes deutsches Orchester anlässlich des 70. Jahrestages des Endes dieses Grauens nach Wolgograd, um in einem großen Gedenkkonzert gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Wolgograd Beethovens Sinfonie Nr. 9 aufzuführen. Auf Wunsch der Wolgograder Philharmoniker wird es darüber hinaus ein Konzert des Osnabrücker Symphonieorchesters gemeinsam mit Tabea Zimmermann geben sowie auf Einladung der evangelischen Gemeinde von Sarepta ein weiteres Konzert mit Werken von Schubert und Haydn.
Neue Osnabrücker Zeitung, 8. Januar 2013
1. Gastkonzert
Franz Schubert Deutsche Tänze op. posth. D 820
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 64 A-Dur Tempora mutantur
Franz Schubert Der Tod und das Mädchen D 810
Osnabrücker Symphonieorchester
Dirigent Andreas Hotz
29. Januar 2013, 18 Uhr, Sarepta
2. Gastkonzert
Johannes Brahms Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81
Paul Hindemith Der Schwanendreher. Konzert nach alten Volksliedern
Paul Hindemith Trauermusik für Bratsche und Streichorchester
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 4 op. 60
Osnabrücker Symphonieorchester
Dirigent Andreas Hotz
Solistin Tabea Zimmermann, Viola
30. Januar 2013, 20 Uhr, Wolgograder Philharmonie
Gemeinsames Gedenkkonzert
Gawriil Popov Aria Cello und Orchester
Elena Firsova Erwartung op. 126 (Uraufführung)
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
Wolgograder Akademisches Philharmonisches Orchester
Osnabrücker Symphonieorchester
Staatlicher Chor der Republik Kalmückien
Wolgograder Philharmonische Kapelle
Knabenchor Kammerton Wolgograd
Dirigenten
Andreas Hotz
Edward Serov
Solisten
Lina Liu, Sopran
Almerija Delic, Alt
Sergej Grankwist, Tenor
Michael Kasanzew, Bariton
3. Februar 2013, 19 Uhr, Wolgograder Philharmonie
LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS WOLGOGRAD
Deutschlandradio Kultur überträgt das Gedenkkonzert am 3. Februar 2013 um 20.03 Uhr
Mit dem Orchester nach Wolgograd – Seien Sie dabei!
Ende Januar reist das Osnabrücker Symphonieorchester nach Wolgograd, um an den Gedenkfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Endes der Schlacht um Stalingrad teilzunehmen. Nun bietet das Orchester die Möglichkeit, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Von Mittwoch, 30. Januar bis Montag, 4. Februar 2013, führt das Orchester in Kooperation mit einem Reisebüro eine Begleitreise durch. Auf dem Programm stehen eine Stadtführung (Mamajew Hügel, Panorama Museum, Dt. Gedenkstädte in Rossoschka) und der Besuch des Gedenkkonzerts am 3. Februar 2013 mit Ludwig van Beethovens neunter Sinfonie in der Philharmonie Wolgograd.
Weitere Informationen erteilt das Musikbüro
Theater Osnabrück
Dorit Schleissing
Tel 0541/76 00 201
schleissing@theater.osnabrueck.de
Anmeldung zur Reise
A+O Russland privat
Olga Sagemüller
Rochusstr. 56
50827 Köln
Tel 0221/530 28 46
Telefax 0221/530 27 57
info@a-und-o-reisen.de
www.a-und-o-reisen.de
Osnabrücker Symphonieorchester gibt zentrales Gedenkkonzert in Wolgograd
3. Februar 2013
Als erstes deutsches Orchester nach dem Krieg wird das Osnabrücker Symphonieorchester ein Konzert in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, geben. Hintergrund ist der 70. Jahrestag des Endes der Schlacht um Stalingrad 2013. Im Juni 2013 ist ein Gegenbesuch des Orchesters Wolgograd in Osnabrück vorgesehen.
Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Wolgograd wird das Osnabrücker Symphonieorchester am 3. Februar 2013 das zentrale Gedenkkonzert in der Philharmonie Wolgograd spielen. Im Mittelpunkt des Konzertes steht die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, die beide Orchester gemeinsam aufführen werden. Zusätzlich sind zwei weitere Konzerte in der evangelischen Kirche von Sarepta, im Süden von Wolgograd, sowie in der Philharmonie von Wolograd geplant. Solistin im letztgenannten Konzert wird die renommierte Bratschistin Tabea Zimmermann sein.
Die Konzertreise (28.1.- 4.2.2013) wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut in Russland durchgeführt. Innerhalb des Deutschlandjahrs 2012/2013 in Russland unter dem Motto „Deutschland und Russland: gemeinsam die Zukunft gestalten“ eröffnet das Konzert das Programm des Goethe Instituts in Wolgograd. Initiiert wurde das Projekt durch den Orchestervorstand des Osnabrücker Symphonieorchesters Christian Heinecke.
Der freischaffende Filmregisseur Günter Wallbrecht begleitet die Proben und die Konzertreise nach Wolgograd. Dokumentiert wirdnicht nur das gemeinsame Konzert beider Orchester, sondern insbesondere auch die inhaltliche Vorbereitung der Osnabrücker Musikerinnen und Musiker auf das Konzert.







